Misan Haldin (2022)

Der 40-Jährige bringt als WM- (2003, 3. Platz) und EM-Teilnehmer (2005, 2. Platz; 2007) viel Erfahrung mit, auch aufgrund seiner Profi-Stationen in Deutschland, Griechenland und Italien. Eine NBA-Karriere ist ihm zwar verwehrt geblieben, doch heute blickt er stolz auf seine aktive Zeit als Basketballer zurück.

Er hat in Berlin das Projekt „Little Rookie“ gestartet. Misan möchte Kinder und Jugendliche nicht nur sportlich voranbringen, sondern auch ermutigen, für die eigenen Träume und Ziele zu arbeiten. Seine Trainingsinhalte zielen darauf ab, die Mädchen und Jungen aus ihrer „Comfort Zone“ zu locken und neue Bewegungen auszuprobieren.


Boris Schmidt (2022)

Die deutsche Schiedsrichter-Legende hat in seiner Karriere mehr als 500 Bundesliga-Spiele gepfiffen, zum ersten Mal im Alter von 25 Jahren. Er war bekannt dafür, schnell Technische Fouls zu vergeben. Auch wenn er für Coaches, Spieler und Fans eine Reizfigur war, seine konsequente Linie brachte ihm 2006 die Auszeichnung zum Schiedsrichter des Jahres ein.

Am Ende der Saison 2014-15 beendete Schmidt seine aktive Laufbahn. Mittlerweile leitet der 59-Jährige das Schiedsrichter-Referat der BBL. Er hat uns u.a. erzählt, dass er in 48 europäischen Ländern gepfiffen hat, welche (Verhaltens-)Regeln für Schiedsrichter gelten und wie Trainer oder Manager versuchen, die Unparteiischen zu beeinflussen


Rupert Fabig (2022)

Basketball hat Ruperts berufliche Laufbahn geprägt. Als freier Mitarbeiter für Zeitungen und Magazine sowie als Praktikant bei Bundesligisten hat er Erfahrungen gesammelt. Rupert war Pressesprecher der Hamburg Towers, ehe er zum Hamburger Abendblatt gewechselt ist. Für die Zeitung begleitet er u.a. den FC St. Pauli und die Towers.

Mit seinem Workshop hat er das Interesse der Teilnehmer*innen am Journalismus geweckt, zudem hat er mit den Mädchen und Jungen den Besuch von Misan Haldin vorbereitet. Neben Recherchetechnik stand das Formulieren von guten Interviewfragen im Fokus. Rupert und Campleiter Lars Herrmann kennen sich durch den gemeinsam Lehrgang für die Trainer-C-Lizenz.


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Tibor Pleiss (2021)

Tibor kam im Februar 2007 zu seinem ersten Bundesligaeinsatz, damals noch für RheinEnergie Köln. Obwohl er 2010 an 31. Stelle gedrafted wurde, dauerte es bis zur Saison 2015/2016, ehe er in der NBA spielte (für Utah Jazz).

2009 war er nach Bamberg gewechselt, drei Jahre spielte er dort äußerst erfolgreich. In den zwei Spielzeiten für Caja Laboral konnte er in Spanien so sehr überzeugen, dass der FC Barcelona Pleiß für die Saison 2014-15 unter Vertrag nahm. Nach seinem Intermezzo in der NBA folgte eine Saison bei Galatasaray Istanbul (2016-17), eine bei Valencia Basket (2017-18), und seit 2018 ist er Spieler von Anadolu Efes Istanbul. Der Gewinn der Euroleague 2021 und 2022 zählt zu seinen größten Erfolgen. 2009 gab er sein Debüt in der Nationalmannschaft, für die er bis heute 105 Spiele bestritten hat.


Marie Gülich (2021)

Die deutsche Nationalspielerin hat die Oregon State University besucht, ist im WNBA-Draft ausgewählt worden (NBA der Frauen) und hat im Sommer 2021 mit Valencia den Eurocup gewonnen. Es ist der zweithöchste europäische Titel im Basketball.

Marie hat uns unter anderem erzählt, wieso viele Frauen nach der WNBA-Saison noch in Europa spielen, welche Unterschiede es zwischen den Ligen gibt und wie sie früher mit der Häme und dem Spott ihrer Mitschüler umgegangen ist. Aufgrund ihrer Größe ist sie in jungen Jahren oft gehänselt worden. Sie hat klar Stellung bezogen zu den Vorurteilen über Frauenbasketball und berichtet, was sie in ihrer Karriere noch erleben möchte.


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Kristijan Beslic (2021)

„Kiki“ hat eine der beeindruckendsten Sportkarten-Sammlungen der Welt. Insbesondere seine Sammlung von Kobe-Bryant-Karten sucht seinesgleichen.

Dieses Hobby hat ihn schon an viele Orte auf der Welt geführt und besondere Begegnungen ermöglicht. Im Herbst 2021 hat er sich mit seinem Bruder Ivan einen Traum erfüllt und in Langenfeld (Nordrhein-Westfalen) einen Store rund um Trading Cards eröffnet, der zudem auch eigene Galerie für Ivans Kunst ist.


Jenny Strozyk (2020)

Jenny hat die U18 des DBB 2018 zum EM-Titel geführt. Sie hat davon berichtet, wie sie Schule und Leistungssport bewältigt hat, wie sie die Zeit im Auto von Bochum nach Osnabrück über Jahre genutzt hat und wie es ist, in so jungen Jahren so viel Verantwortung zu schultern. Sie war ein sehr sympathischer, interessanter Gast, nicht nur für die Mädchen!


Emma Eichmeyer (2020)

Wie Jenny hat auch Emma schon viel von der Welt gesehen aufgrund ihrer Einsätze für die DBB-Jugendteams.

Sie kommt aus Osnabrück, hatte also nie den zeitlichen (Fahrt-)Aufwand wie Jenny. Emma hat ihren Weg vom kleinen Verein im Osnabrücker Umland (Rulle) bis hin zu Jugendnationalmannschaften und 1. DBBL gemacht. Nicht nur deshalb ist sie ein tolles Idol für junge Spieler und vor allem Spielerinnen aus kleinen Vereinen. Ihre Spezialdisziplin ist das 3×3, das inzwischen auch olympisch ist. Beim Turnier an dem Tag konnte sie die Regeln erklären und überwachen und hilfreiche Tipps für das schnelle Spiel geben.


Akeem Vargas (2019)

Nach einer starken Saison in Göttingen in der ProA (2012/2013), wechselte der Verteidigungsspezialist zu Alba Berlin. Bis 2018 bestritt er 308 Spiele im Alba-Trikot (Platz 6 in der ewigen Bestenliste). In dieser Zeit stieg er zum Captain auf und lief bis 2017 insgesamt 43-mal für die Nationalmannschaft auf.

Vargas ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, dass nicht jeder Spieler hoch punkten muss, um ein wertvoller Teil des Teams zu sein. Sein höchster Punkteschnitt in Berlin war 5,5 Zähler pro Partie. In den 308 Partien erzielte er insgesamt 1004 Punkte.
Dennoch ist er einer der angesehensten Profis in Deutschland, aufgrund seiner Einstellung, Verteidigung und seines Teamgeistes.


Klaus Perwas (2019)

Er galt als eines der größten Talente des Landes, doch eine Knieverletzung bedeutete das vorzeitige Karriereende. Seit 2008 ist er Assistenztrainer in Frankfurt und hat dabei vor allem viel individuell mit deutschen Spielern wie Isaac Bonga (Washington Wizards/NBA), Danilo Barthel (Meister mit Bayern München) und Johannes Voigtmann (wechselt zum Euroleague-Champion ZSKA Moskau) gearbeitet.

Perwas hat in 40 Jahren Basketball so ziemlich alles erlebt. Er ist in Bissendorf aufgewachsen, etwa 15 Kilometer von Bad Essen entfernt.


Kobe Bjoern (2019)

NBA-Kommentator, Kolumnist, Youtube-Star: Binnen zwei Jahren ist der gebürtige Nürnberger zum gefeierten Star der deutschen NBA-Szene geworden. Mehr als 600 Videos sind auf seinem Youtube-Kanal abrufbar, mit 31000 Abonnenten ist er die Nummer 1 in Deutschland in Sachen Basketball.

2018 hatten manche Jungs Lars angesprochen, ob er ihn kenne. Sie hätten eine ähnliche Stimme und Redensart. Über Paul Gudde, der als Individualtrainer 2017 und 2018 zu Gast war, ist Lars an Bjoerns Kontaktdaten gekommen. Er ist ein tolles Beispiel, dass man einfach mal Sachen in die Tat umsetzen muss, auch wenn manche Freunde meinen, „dass das doch eh nichts bringt“.

Gemeinsam mit anderen Influencern bringt er Basketball in die Kinos (Filme, NBA-Spiele) und sorgt dafür, dass die Sportart populärer wird. Er hat anhand der Karrieren von Kobe Bryant und Michael Jordan aufgezeigt, dass selbst diese Superstars Rückschläge und Enttäuschungen verkraften mussten, diese aber als Motivation verwendet haben.


Jan Haller (2019)

Als Captain der Rollstuhl-Nationalmannschaft hat er schon viel von der Welt gesehen. Hannover United besucht regelmäßig Schulen, um Verständnis und Akzeptanz für den Rollstuhl-Basketball zu entwickeln.

Gespannt hörten die Kinder zu, welche Handicap-Punkte es gibt und worauf der Trainer achten muss. Es darf nämlich ein bestimmter Wert an Punkten bei der Aufstellung nicht überschritten werden. Jan Haller berichtete außerdem von seinem Alltag und Leben im Rollstuhl.

Dieser Besuch war insofern lehrreich, weil die Kids gesehen haben, dass auch Rollstuhlbasketball ein spektakulärer, anstrengender und schneller Sport ist und sie dadurch die Gelegenheit hatten, über ihren Tellerrand hinauszublicken.


Kata Takács (2019)

Die 27-Jährige ist in Ungarn geboren worden, zog aber im Alter von fünf Jahren nach Österreich. Mit der Nationalmannschaft hat sie die EM der kleinen Länder gewonnen. Doch der Verband hat das Frauen-Nationalteam inzwischen eingestellt.

Obwohl die Perspektiven für österreichische Spielerinnen also alles andere als rosig sind – die Liga ist mit einem anderen Land zusammengelegt worden – hat sie sich entschlossen, mit Basketball ihr Geld zu verdienen. Diese Entscheidung verdient großen Respekt und passt wunderbar in unser Konzept.

Seit 2017 steht sie bei den Panthers unter Vertrag. Aufgrund einer schweren Verletzung (Kreuzbandriss) und des schleppenden Heilungsprozesses musste sie bis zum Saisonstart 2018/2019 warten, ehe sie ihr erstes Spiel in Osnabrück machen konnte. Also Co-Captain hat sie das OSC-Team zur Meisterschaft in der 2. DBBL Nord geführt.


Fabian Bleck (2018)

Seine ersten Bundesligaminuten absolvierte er im Dress von Phoenix Hagen. Die Saison 2018/2019 ist allerdings schon seine vierte in Bremerhaven (BBL). Der ehemalige Jugend- und A-2-Nationalspieler beantwortete zahlreiche Fragen zum Thema Diabetes und wie sich das auf seinen Alltag als Profi auswirkt.


Melina Knopp (2017, 2018)

Sie ist das Urgestein der GiroLive-Panthers Osnabrück und hat ihr erstes Training als Kind schon in der Halle des OSC gemacht. Sie hat u.a. geschildert, wie es ist, als junge Spielerin ein Team als Kapitänin anzuführen, wie sie mit Ab- und Aufstiegen umgeht und welche Perspektiven der Damen-Basketball in Deutschland hat.


Doug Spradley (2017)

Der Amerikaner, der passabel Deutsch spricht, war Torrells Coach in Bremerhaven. Zur Saison 2017/2018 übernahm er Rasta Vechta. Er gab den Kindern und Jugendlichen Tipps mit auf den Weg, um es bis zum Profispieler zu schaffen. Er berichtete außerdem von seiner eigenen Karriere als Spieler und Trainer.


Matt Reid, Benjamin Fumey, Johann Potratz (2016)

Die drei Spieler waren in Diensten der Artland Dragons Quakenbrück (ProB). Reid erzählte von seinem Vater, der in der NBA gespielt hatte, Jugendspieler Potratz unter anderem, wie es ihm gelingt, Schule und Leistungssport zu vereinbaren. Er war damals in drei Mannschaften eingeplant, von der U-18-Bundesliga bis zur ProB.


Dirk Mädrich (2016)

Damals war er gerade von Bonn nach Oldenburg (BBL) gewechselt. Der ehemalige Nationalspieler berichtete aus dem Alltag eines Bundesligaprofis, von Länderspielen mit Dirk Nowitzki und warum es sich auszahlen kann, einen Schritt zurückzugehen, um zwei Schritte vorwärts zu kommen.